28.11 The Tiny & Musika77

The Tiny:
 Bands Thetiny 1-1The Tiny. Das akustische, folky und leicht schräge Poptrio arbeitet seit vier Jahren zusammen, hat mittlerweile Europa und Teile der USA bereist und so eine treue und stetig wachsende Fangemeinschaft gewinnen können. Auf ‘Close Enough’ (2004) folgte im Mai diesen Jahres das zweite Album mit dem Titel ‘Starring; Someone Like You’. Auch dieses Album erscheint bei DetErMine Records, welches übrigens Ellekari von The Tiny, Ane Brun und Wendy McNeil gehört. Ellekaris Gesang wird gern zwischen Björk und Beth Gibbons verortet. So schmückte z.B. Ed Harcourt eigene Songs mit Ellekaris Stimme. Im Gegenzug findet man auf ‘Starring; Someone Like You’ ein Duet mit dem Briten. Über die Arbeit am Album haben The Tiny folgendes zu berichten: „We wanted to make the album quirky with each song having its own universe, dirty and beautiful at the same time, enhancing each feeling with any means at our disposal…The process was both fun and painful at the same time and we are very pleased with the outcome.”

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everything is free mp3

Musika77
 Bands Music77 1-1

Johann Krantz agiert sehr geschickt in seiner Außendarstellung. Er macht fast nichts. Vermutlich ist ihm die entmystifizierte Postmoderne nicht das liebste Zuhause. Vermutlich ist er sich der Tatsache bewusst, dass es die immer und überall abrufbare Information zu allem und jedem ist, die immer und überall abrufbare Information zu viel zu vielen Dingen, die die letzten Mysterien aus der Postmoderne herausfrisst. Johann Krantz ist kein Kind der Kommunikationsgesellschaft. Johann Krantz arbeitet mit seiner Band Musika 77 an der Restaurierung schlafender Mysterien. Er geht sehr behutsam dabei vor. Vermutlich ist es ihm gar nicht Recht, wenn man an einer Stelle wie dieser zu viele Worte darüber verliert. Es soll hier auch nur darum gehen, ganz vorsichtig auf die wundervolle Restaurierung schlafender Mysterien hinzuweisen, die aus seinem aktuellen Album “Brave You Free May” ein ewiges Rätsel macht. Johann Krantz hat ganze Arbeit geleistet. Jeder Versuch der deskriptiven Annäherung, die behauptete Übersetzung von Americana und Slowcore in ein Gewand aus typisierten nordischen Harmonien beispielsweise, die Einarbeitung von verdüsterten Jazz-Mustern, die Verlinkung mit Jason Molina, Low, Karate oder Slowdive – all das versinkt bedeutungslos in der enigmatischen Dichte dieses barocken und doch so unaufdringlichen Albums. Wir möchten es dennoch gerne den Arbeiten von Antony zur Seite stellen, nicht nur weil Johann mitunter ganz ähnlich zart und flehend intoniert, nicht nur, weil auch hier die Instrumentierung manches Mal ganz tradierte Arrangements aufgreift, nein, weil es sich an ähnlich ungreifbaren Mysterien abarbeitet.

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