24.03 Julia Gudzent liest Punk, DC & Greg MacPherson (CAN)

PunkdcJulia Gudzent ist die Übersetzerin des Buches “Punk, DC” das gerade im Ventil Verlag erschienen ist. Das Buch ist eine Insigergeschichte der Hardcore – Punk Szene in Washington, DC. Wer an Punk denkt, denkt zuerst an London oder New York. Doch in keiner Stadt wurde das weitere Verständnis von Punk zu Beginn der 1980er- Jahre so stark geprägt wie durch die Szene von Washington, DC. Hier entstand mit “Minor Threat” der Stil, der später “Hardcore” genannt wurde. Mit ihrem “positiven Denken” sorgten die Washington Punks für eine Abkehr von Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung. Die Zeitzeugen Mark Andersen und Mark Jenkins erzählen in ihrem Buch lebendig von der Szene ihrer Stadt. Etwa davon, wie mit den “Bad Brains” die erste afroamerikanische Punkband entstand, die Hardcore mit Reggae vermischte. Und davon, wie Minor Threat mit ihrem Song “Straight Edge” wider Willen eine ganze Jugendbewegung auslösten. Oder wie Ian MacKaye mit “Dischord” eines der politisch integersten Labels der Musikgeschichte ins Leben rief. Gespickt mit O – Tönen von Musikern und Künstlern gibt das Buch einen tiefen Einblick in zwei Jahrzente Punkgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen. Wir erfahren von irrwitzigen Schlägereien zwischen Punks und Skins und davon, wie die die Bad Brains mit ihrerer Schwulenfeindlichkeit in der Szene ins Aus geschossen haben. Wir begleiten Ian MacKaye von seinen Tagen als kahl geschorener Teenager bis zum gereiften Musiker bei Fugazi, dem politische Ideale wichtiger als Erfolg sind. Wir erleben den Aufstieg der Riot Grrrls als Gegenbewegung zum agressiven männlichen Slamdance. Und wir erfahren ganz nebenbei von einem jungen Teenager names Dave Grohl, der in der Washington Szene seine ersten Gehversuche machte und sich zehn Jahre später bei einer Band namens “Nirvana” wiederfand. “Punk, DC” ist exemplarisch für die Geschichte vieler Szenen, nicht nur in den USA. In dem Buch, das sich streckenweise spannend wie ein Krimi liest, verlaufen die Fäden deshalb auch in alle erdenklichen Richtungen – zur kalifornischen Punk – Bewegung rum um Black Flag und Hüsker Dü, zum New York Hardcore und zur Szene in Seattle, deren Musik Anfang der 1990er Grunge getauft wurde.

weiterführende links:
-Ventil Verlag

Macpherson 3Flight 13 schreibt über die aktuelle Platte von Greg MacPherson: “Hier geht einer konsequent seinen Weg und mit jeder weiteren Scheibe wächst er. MacPherson gehört zur Riege der hoffnungsvollen Songwriter aus Kanada, genauer Winnipeg (Neil Young!), die sich sowohl in einer Agit-Polit Tradition englischsprachiger Protestsong Writer sehen (von Guthrie über Springsteen bis Bragg), ebenso wie sie verbunden sind mit Postpunk Bands; nicht erstaunlich das dann beste Kontakte zu den Weakerthans und Propagandhi bestehen. Sein neues Album ist minimalistisch mit Gitarre, Bass und Schlagwerk eingespielt, bestechend ist sein klares Songwriting, aber im Vordergrund steht sowieso sein charismatischer, ergreifender Gesang”.

weiterführende links:
-Webseite
-myspace Seite
-Play Records, Dänkemark

Einlass: 20 Uhr AK: 6 €

4 Reaktionen zu “24.03 Julia Gudzent liest Punk, DC & Greg MacPherson (CAN)”

  1. Alice

    Wie viel kostet die Lesung/Konzert Punk,DC am 24.März (Sa) und reicht es vor Ort und Stelle das Ticket zu erwerben, oder sollte man dieses lieber schon früher kaufen? (; mfg

  2. peter

    ich schließe mich der frage an:

    Wie viel kostet die Lesung/Konzert Punk,DC am 24.März (Sa) und reicht es vor Ort und Stelle das Ticket zu erwerben, oder sollte man dieses lieber schon früher kaufen? (; mfg

  3. Mark

    Uups… da haben wir doch glatt vergessen den Eintrittspreis hin zu schreiben … sorry! Vorverkauf ist nicht geplant, wird wahrscheinlich nicht soooooo voll. Einfach rechtzeitig dasein dann ist man auf der sicheren Seite! Bis Samstag!

  4. Stefan

    Wann wird es denn losgehen? Hab übrigens das Buch gelesen, allerdings im Orginal, und kann nur jeder/m empfehlen zu kommen!

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