28.04. Wolke & Allurarot

Pressefoto Wolke 01
Manchmal, morgens, wenn man eigentlich noch schläft, hört man von ganz tief drinnen eine Melodie. Man träumt sie sich herbei in diesem Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Meistens sind das bescheidene, einfache Lieder, so wie Lieder eben sein müssen: mit einer Melodie und Harmonien, mit einer Strophe und einem Refrain, mit einem Anfang vorne und einem Ende hinten. Und eben weil diese Lieder kein allzu flirrender Tand schmückt und auch kein schaler Zauber, weil diese Lieder Lieder sind und sonst nichts und auch nichts anderes sein wollen, haben sie Eingang gefunden in den immanenten Hausschatz vieler ihrer Hörer. Diesen Hausschatz trägt man – auch ohne MP3-Player – immer bei sich. Bei vielen Menschen schlummern dort die Weisen ihrer Kindheit, die ihnen die Mama zum Einschlafen sang, und manchmal werden sie wach und wecken Erinnerungen. Lieder für diesen Hausschatz zu schreiben, ist die schwierigste Aufgabe für einen Musiker. Denn an sein tiefstes Inneres kann niemand rühren. Dort sind alle Menschen wahrhaftig und subjektiv, unbeeinflussbar von Trends und Strömungen, Einflüsterungen und Zwängen. Wolke haben hier ihren Platz gefunden. Vom ersten Ton an, der im Frühjahr 2005 aus den Boxen drang. Damals erschien „Sušenky“, ihr Debüt. Elf Songs von schlichter Schönheit.
Manchmal muss man eine Sache, um ihre wahre Komplexität begreifen zu können, auf das Wesentliche reduzieren: die Idee. Gesang und Bass, Klavier und elektronische Beats – mehr brauchen Oliver Minck und Benedikt Filleböck nicht, um Songs zu schreiben, die bleiben. Und nebenbei einen ganzen Kosmos neuer Möglichkeiten zu erschließen. Was „Sušenky“ manifestierte, setzt „Möbelstück“ konsequent fort. Noch immer wirken die Songs, auch die grüblerischen, leicht wie ein Pinselstrich. Und man ist traurig, dass schon wieder nach elf geradezu klassisch arrangierten Drei-Minuten-Popsongs Schluss ist.
Am Konzept ändert es keinen Deut, wenn respektierte Kollegen für schmückende Facetten sorgen. Mit Suzie Kerstgens (Klee) singt Oliver das Duett „Wir werden immer jünger“, Harald „Sack“ Ziegler stellt ein paar Hörner aufs „Möbelstück“ und Tim Bindels (Doppelherz 2000) Saxophon ist der schwelgerische Tropfen, der „Mein kleiner Schmerz“ zum Überlaufen bringt. Seit „Sušenky“ wissen Wolke, dass ihr ganz eigener Weg trägt und keine Sackgasse ist. Auf „Möbelstück“ gehen sie nun ein großes Stück weiter. Das zeigen nicht zuletzt die Gastauftritte, aber auch die klarer akzentuierten Beats, die sich bisweilen sogar im HipHop bedienen. Der Weg wird breiter, und hie und da tun sich Verzweigungen auf, die das Sujet bereichern, ohne es diffus werden zu lassen.
„Second Hand Gefühl“ – der Opener des Zweitwerks wird auch die Single-Auskopplung sein. Ein klares und gänzlich unironisches Statement: Wolke sind – ganz genau wie jede einzelne ihrer Namensgeberinnen am Firmament – einzigartig, unkopierbar. Wobei: wünschen täte man sich so einen Trend bisweilen schon ganz gerne, hin zu mehr Schlichtheit im Pop und weniger Firlefanz oder, ganz einfach, hin zu mehr guten Songs. Aber Wünschen ist ja auch erlaubt. Denn Wünsche kommen von ganz tief drinnen. Von dort, wo Wolke wohnen.

Pressestimmen:

“Wolke gehen zurück zum Wesentlichen – zu den Liedern selbst. Und stöbern dabei Schönheit auf, die ich in der deutschsprachigen Musik verloren geglaubt hatte.” Intro
“Es sind einfache Stücke von nahezu stiller Schönheit, voller Würde, ernst und Anmut, Emotionalität und melancholie. Kleine melodiöse Kammermusik für Stimme, Klavier und Computer.” Frankfurter Neue Presse
“Wolke erschaffen ohne großen Aufwand wunderschöne akustische Bilder.” Kartenhaus.de

weiterführende Links:

- offizielle Webseite

 Images01 19 L 64E34D47882B39990A4494E9E96B8232-1Allurarot ist überall. Ob in Haribo Erdbeeren oder Hackfleisch aus der Tiefkühltheke. Allurarot macht farbig was nicht rot nur halb so lecker schmecken würde. Zugegeben, es ist für einen Musiker etwas ungewöhnlich sich nach einem Lebensmittelfarbstoff zu benennen, wenn man aber genauer darüber nachdenkt, und sich die Songs des Künstlers anhört, könnte man es auch genial finden. Denn die Musik von Allurarot alias Roni Mengwasser, kommt ganz ohne künstlich gemachte Scheinwelten aus. Sie legt einfach ihren angenehmen Rotfilter über die Graustufen des Alltags und schon sieht irgendwie alles besser aus. Allurarot eben. So bringt der Reutlinger Singer Songwriter schon mit seinem Namen das auf den Punkt, was Musik für uns alle so unverzichtbar macht – ihre Fähigkeit unseren Alltag zu verzaubern. Und genau diese Kraft der Musik ist es die ihn in ihren Bann gezogen hat und mit der er den Zuhörer zurück beschenken will. Roni beschreibt das mit einem zwinkernden Auge so: „Mit fünf Jahren bin ich beim Klettern von einem Baum gefallen und hab plötzlich einen Tunnel gesehen. Am Ende des Tunnels sah ich eine Gitarre mit Gewürzgurken drauf. Von da an wusste ich das ich nichts mehr anderes machen wollen würde“ Gesagt getan, mittlerweile schafft es der Bengel von seiner Musik zu leben. Allurarot ist dabei nur eines seiner vielen musikalischen Projekte. So tourt er beispielsweise auch als Gitarrist von „Daniel Benjamin“ (Haldern Pop) durch die Welt. Diese musikalische Reife spürt man seiner Musik an. Gekonnt balanciert Allurarot auf dem schmalen Grad zwischen Pop und Folk, während die Zuhörer mit offenem Mund darauf warten das er hier oder dort herunter fällt. Tut er aber nicht! Eingängig ohne zu glatt zu klingen, kommen die Lieder seiner Debüt EP „Alles auf Rot“ daher. Eine Gitarre und eine Stimme und plötzlich siehst Du Allurarot wo Du eben noch alles schwarz gesehen hast. (mrm, ka-news)

weiterführende links:
- myspace Seite

Einlass 20.00 Uhr VVK: 5,- € AK: 6,- €

2 Reaktionen zu “28.04. Wolke & Allurarot”

  1. Julian

    Servus,
    die Link-Titel passen irgendwie nich zu der verlinkten Seite. Ist nämlich in beiden Fällen eine ZIP-Datei on Wolke.

    Gruß
    Julian

  2. Mark

    oh… danke Julian für die Info. Hab das geändert! Grüsse

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