28.03. The Green Apple Sea & Garda

Garda
GARDA
Singer/Songwriter-Pop mit orchestralen Momenten für Freunde von Damien Rice, Tiger Lou, Bright Eyes oder auch Robin Proper Sheppard aka Sophia.

Kai Lehmann, eigentlich Sänger der Post-Indiecore Band Claim, werkelt in Heimarbeit an kleinen akustischen Liedern, allein und ohne Anliegen, dies publik zu machen. Das Telefon klingelt an einem Dezembertag. Ein Freund erklärt seine Idee einer neuen Singer/Songwriter Konzertreihe und überzeugt Lehmann, beim ersten Abend dazu seinen Teil beizutragen. Nach dem Auflegen merkt dieser, dass die Show vier Wochen später ist, stellt außerdem fest, dass der bisherige Output ihn für so was nicht im Geringsten zufrieden stellt und verwirft seine kompletten Lieder. Da dies die Sache nicht einfacher macht, ist Beistand ganz wichtig. Und der findet sich in seinem langjährigen Wegbegleiter und Freund Ronny Wunderwald, seines Zeichen Schlagzeuger von Claim. Die Zeit reicht aus, um ein kleines Set zu schreiben, der Auftritt läuft wie am Schnürchen, begeistert die Leute und Lehmann merkt, dass hier etwas entsteht, was er nicht mehr los lassen möchte, das forciert werden muss. Jedoch nicht mehr allein, sondern mit einem Kollektiv, bestehend aus Freunden, die seine Musik zu dem machten, was sie ist: Etwas das direkt aus dem Herzen kommt. So steuern Mitglieder der befreundeten Band The Gentle Lurch Piano, Akkordeon, Klarinette und weiteren Gitarren bei. Inzwischen ist auch der Bassist von Claim dazu gestoßen. In Melancholie versunken kommt dieses Gerüst aus Gitarre, Schlagzeug und Gesang daher, um immer wieder voller Energie, Hoffnung und Wille nach vorn zu preschen. Da sind wunderschöne gezupfte Momente, die das eine oder andere Mal Vergleiche mit Nick Drake eingebracht haben, in anderen Liedern dann wieder Akkorde, so wütend und zerbrochen, als würde jemand auf einem Sack Scherben trommeln. Das Schlagzeug wiederum ist oft behutsam und verspielt, dann wieder kerzengerade und treibend. Dazu eine einzigartige Stimme, zu deren Beschreibung man wohl oder übel ein Oxymoron bemühen muss: Sie kann flüsternd schreien. Ja, tatsächlich!

THE GREEN APPLE SEA
Lange 7 Jahre hat es gedauert bis The Green Apple Sea mit einem neuem Album aufwarten. Doch das Warten hat sich gelohnt, “Forever sounds great” ist, man mag es ruhig in den Mund nehmen, ein Meisterwerk geworden! Meisterwerk nicht deshalb weil hier Pomp und Gloria in großen Stil aufgefahren wird, sondern weil diese Musik genau den Charakter widerspiegelt von den Leuten die dahinter stehen und dieses Gefühl in einer Art und Weise zu vermitteln, dass es ansteckt. Diese Musik ist ein ehrlicher Händedruck aus dem Herzen, ein vertrauter Blick, ein aufrichtiges, interessiertes Gespräch und ein Sonntagmorgen zu Hause, im Bett, auf dem Sofa, im Bad, egal Hauptsache zuhaus. Diese Platte wird dein Freund, vermittelt dir neben diesen Heimatgefühl, eine menge Sehnsucht und klingt – für immer. Bei einer Band die weitverstreut durch Deutschland in Münster, Köln und Nürnberg lebt, sind diese Attribute wohl enorm wichtig, denn nur so konnte und kann das enstehen was sie offerieren. Sie haben schon eine Menge erlebt und hinter sich, gemeinsame Shows mit Smog, Radar Bros., Ben Lee und Catpower. Eine Einladung zu den Vpro’s Sessions in Amsterdam, Tourneen durch Deutschland, Niederlanden und Belgien. Neben den beiden LP’s, veröffentlichte man eine Split E.P. mit den befreundeten Missouri, bei denen man gleichzeitig mit involviert ist, auf dem kleinen feinen Hinah Label. Man spielt/spielte u.a. auch in Bands wie Hidalgo, Nolte, The Transmissionary Six. Alles grandiose Referenzen, doch das überzeugenste Argument diese Band zu mögen, ist sie selbst!

links zum lesen und lauschen:
http://www.gardamusic.com
http://www.myspace.com/gardamusic
http://www.greenapplesea.de
http://www.skycap.de
Einlass: 20 Uhr AK: 6,- €

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