22.05. Talking to Turtles

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Wie schön es ist, wenn man in dieser schnelllebigen Zeit etwas findet, was bleibt, weil es beeindruckt. Nicht weil es dick aufgetragen daher kommt, sondern man die Schönheit reduziert in Miniaturen findet. Kleinode, die in ihrer Intensität trotzdem ganze Orchester in den Schatten stellt. Talking to Turtles sind dafür ein perfektes Beispiel. Und wer einmal “too rough” oder “notice my oh ohs” vom kommenden Debüt gehört hat und von ihnen danach tagelang begleitet wird, der weiss was Schönheit ist. Oft, ganz oft, da wo man sie nicht vermutet aber man überglücklich ist, über sie gestolpert zu sein. Man hält sie fest und lässt sie nicht mehr los. Im Januar kommt via Devilduck/Indigo (u.a. Miss Li, Björn Kleinhenz) ihr Albumdebüt “Monoloque”, aufregend und aufwirbelnd!

Die ersten Minuten nach unseren Konzerten bergen in sich eine gewisse Paradoxie. Egal ob an guten, von Komplimenten ganz vernebelten oder an schlechten, von Kritik bis Ignoranz beherrschten Abenden, es sind die besten Minuten. Sie gewähren uns einen scheuen Blick von außen auf Talking To Turtles. Spitzenmäßig eigentlich! Das wischt regelmäßig den Schleier von der Brille für die Innenansicht – zwei Jahre nach dem ersten Konzert ist die irgendwie beschmiert. Am stärksten getrübt war unser Blick auf Talking To Turtles während der Aufnahmen zu „Monologue“, nach einer EP 2008 unser erstes Album. 10 Tage Homerecording. Freiwillige Isolation in einem WG-Zimmer in Berlin Prenzlauer Berg. Ein 20qm Mikrokosmos zwischen Nikotin und Nudeln, Begeisterung und Niederlagen, zwischen „perfekt“ und „scheiße“. Musik und Meinung verwischten zu einem Brei namens „ich weiß gar nichts mehr“. So muss es sein. Wer nach Mekka fliegt, ist nur halb gepilgert. Und wo wir schon mal pathetisch sind: „Monologue“ lässt Freundeskreise wachsen! Vom Foto bis zum Cover, vom Recording bis zur Livebesetzung, die zwischen zwei und fünf Personen schwankt, und nicht zuletzt auch die Veröffentlichung selbst passen unter die Überschrift ‚A.Y.F (Ask Your Friends) statt D.I.Y‘. Alle sahen sehr zufrieden aus, in unserer Leipziger Wohnung sitzend, mit wund geklopften Schultern und „Monologue“ in den Händen. Ein Foto wäre schön gewesen. So jung kommen wir nicht mehr zusammen. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass diese Freunde zu den Protagonisten des nächsten Albums werden. Alles was uns vor Talking To Turtles passierte, wird auf „Monologue“ ja schon erzählt. (Claudia Göhler und Florian Sievers – Talking To Turtles)

Stimmen
„Sometimes whimsical, sometimes dramatic, „Monologue“ is the sound of a band on an adventure. Talking to Turtles are an authentic, unpredictable band that defy categorization.“
(Joey Goebel, Autor)

„Exquisite, charmante, unpolierte Songs. Die emotionale Qualität seiner Stimme verleiht den an The Moldy Peaches erinnernden LowFi-Stücken das gewisse Etwas.“
(MusikExpress)

„Menschen, die aus der selben Gegend und Zeit kommen, teilen viele Erinnerungen und Ansichten, auch wenn sie sich gar nicht kennen. Aber nicht jeder hat das Glück, dass jemand kommt und diese, unsere Geschichten in so wunderbar passende Melodien und Worte gießt, wie Talking To Turtles.“
(Supershirt)

„Ich sag nur Wildfremde rasten aus, seufzen mit und klatschen fröhlich in ihre Hände. Wer es verpasst, ist selber schuld. Ein Hoch auf die Melancholie, nein ich wollte Melodie sagen.“
(Josef Lewe, Jenseits von Millionen Festival)

band: www.myspace.com/talkingtoturtles
video: www.youtube.com/watch?v=XKpCS2aX2aE
label: www.devilduckrecords.de

Einlass 20 Uhr, 8€

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